Timo Hofmann

Webdesign SEM SEA SEO

Technisches SEO: Checkliste und Guide

Inhaltsverzeichnis

Was ist technisches SEO?

Technisches SEO ist ein Teilbereich der Suchmaschinenoptimierung. Diese Art von Suchmaschinenoptimierung ist sehr spezifisch und beschäftigt sich mit der Optimierung von Webseiten auf technischer Ebene.
Technische SEO-Maßnahmen dienen dazu, entscheidende Ranking-Faktoren zu verbessern. Diese Maßnahmen basieren auf technischen Aspekten der Website, wie beispielsweise dem Aufbau oder der Struktur des Codes,
Das Ziel von technischem SEO ist es, die Technologie einer Webseite zu verbessern und so die Nutzerfreundlichkeit zu erhöhen, um schlussendlich ein besseres Ergebnis in der Suche zu erzielen. In diesem Beitrag erhalten Sie am Ende eine Checkliste, damit Sie keinen Rankingfaktor vergessen.

Für Technical SEO müssen folgende Optimierungen vorgenommen werden:

URL-Optimierung

Eine URL sollte immer so kurz wie möglich sein. Jedoch soll der Nutzer auf den ersten Blick sehen, was ihn auf der Seite wahrscheinlich erwartet. Folgende Punkte sollte bei der Wahl der URL unbedingt eingehalten werden:

  • Die URL sollte nicht mehr als 10 Wörter enthalten.
  • Separate Wörter sollten durch einen Bindestrich getrennt werden
  • Das Fokus-Keyword oder die Fokus-Keyphrase sollte beschreibend in der URL enthalten sein. Kein Keyword-Stuffing betreiben!

Eine kurze, aber aussagekräftige URL könnte wie folgt aussehen:
https://timohofmann.de/seo
oder
https://timohofmann.de/blog/technisches-seo-checkliste-und-guide

Außerdem sollte die URL-Gesamtstruktur eine Hierarchie verfolgen. Beispielsweise sollten alle Blogbeiträge eine niedrigere Ebene als die Blogseite selbst haben.

Im CMS WordPress kann man hier unter „Seiten“ im Quickedit die Elternseite auswählen.

SSL-Zertifikat

Jede Website muss ein SSL-Zertifikat haben! Eine Webseite ohne SSL-Zertifikat verschenkt Unmengen an Traffic. Ein SSL-Zertifikat steht für sicheres Surfen. Wenn ein Besucher im Chrome die Meldung des Fehlens eines SSL-Zertifikat sieht, ist die Absprungrate enorm hoch. Ein SSL-Zertifikat kann in der Regel kostenlos über den Hoster erstellt werden.

Robots.txt prüfen

Die Robots.txt Datei ist eine Textdatei, die Suchmaschinen mitteilt, welche Seite sie crawlen darf. Wird eine Unterseite von Robots.txt ausgeschlossen, wird diese Unterseite nicht im SERP (Search Engine Result Page) angezeigt, da sie logischerweise nicht indexiert werden darf. Robots.txt findet man standardmäßig unter /robots.txt. Beispiel: https://timohofmann.de/robots.txt

Webseitenstruktur prüfen

Die Struktur der Webseite, Hierarchie der Unterseiten, Aufbau der Menüs und Verlinkungen entscheiden darüber, wie schnell ein Benutzer das gesuchte Inhalte findet. Wenn die Suche zu lange dauert, verlässt der Benutzer die Seite und schaut auf einer anderen. Wenn er die Zielseite schnell finden kann, bleibt er länger auf der Seite. Das ist ein positives Rankingsignal für Google.

Breadcrumb-Menüs

Breadcrumb-Menüs sind Verlinkungen zu Kategorie- oder allgemeineren Seiten, um die Navigation zu vereinfachen.
Damit helfen Breadcrumbs nicht nur Benutzern, sondern auch Suchmaschinen wie Google, Bing usw., um zu verstehen, wie eine Webseite aufgebaut ist.

404-Seiten

Die 404 Seite erscheint, wenn eine gelöschte Seite oder eine Seite mit URL Änderung aufgerufen wird. Das technische SEO verlangt folgende Optimierung der 404-Seite:

  • Dem Nutzer klar machen, dass die Seite nicht mehr existiert
  • Dieselbe Struktur (Header & Footer) und gleich Navigationsmenüs wie der Rest der Webseite
  • Eine Navigation oder Suche bieten, um auf Startseite oder verwandte Beiträge zu kommen
    Wir verwenden für die Webentwicklung hauptsächlich WordPress. Bei WordPress sind in fast allen Themes bereits 404-Seiten enthalten.

XML-Sitemap

Zum technischen SEO gehört auch das Erstellen einer Sitemap. Eine Sitemap enthält alle Seiten bzw. Links einer Website, welche indexiert werden. Eine Sitemap ist in sich nochmal in Posts, Seiten und bspw. E-Landingpages unterteilt.

Eine Sitemap dient dazu, dass die Google Crawling Robots die Seite besser verstehen und indexieren können. Dadurch werden neue Veröffentlichungen schnell und komfortabel indexiert, ohne jede einzelne Indexierung in der GSC (Google Search Console) vorzunehmen.

In WordPress kann ich nur das Yoast SEO Plugin empfehlen. Yoast erstellt automatisch eine Sitemap welche unter /sitemap_index.xml zu finden ist.

Webseitengeschwindigkeit

Die Webseitengeschwindigkeit ist nicht nur ein enorm wichtiger Rankingfaktor, sondern senkt auch die Absprungrate. In der heutigen Zeit ist die Konzentrationsspanne so kurz geworden, dass eine Webseite maximal 3 Sekunden zum Laden benötigen sollte. Die Geschwindigkeit ist Geräteunabhängig. Beispielsweise kann eine Webseite auf dem Desktop super schnell laden, aber auf dem Handy ewig brauchen.

Folgende Vorkehrungen erhöhen die Geschwindigkeit:

  • Bilder komprimieren und LazyLoad aktivieren
  • CDN Verwenden (Cloudflare)
  • HTML, CSS und JS komprimieren (Funktionalität kann verloren gehen. Vorsicht!)
  • Professionelles Hosting. Cloudhosting ist in der Regel deutlich schneller als Shared Hosting
  • Aktivierung von https/2

Speziell für WordPress:

  • Plugin-Empfehlung: WPRocket
  • Ansonsten unnötige Plugins deinstallieren

Zum Messen der Seitengeschwindigkeit eignen sich Tool wie Google PageSpeed Insights oder GTMetrix.

Mobile First beachten

Mobile First ist wichtiger den je. Nicht nur min. 80% der Nutzer sind mittlerweile mit dem mobilen Endgerät unterwegs, außerdem indexiert Google seit März 2021 rein nach der mobilen Version. Der Fachbegriff hierfür ist Responsivität. Eine Webseite ist responsiv, wenn sowohl auf dem Desktop, Tablet und Handy eine voll funktionsfähige Webseite angezeigt wird. Vor der Indexierung in der Google Search Console kann ein Livetest auf Responsivität durchgeführt werden.

AMP verwenden

Mobile Accelerated Pages (AMP) bietet mobilen Nutzern schneller Ladezeiten. AMP komprimiert das HTML der normalen Webseite für die mobile Version. Google sorgt über Caching für eine schnellere Ladezeit. Im SEO hat das keinen Vorteil, allerdings sinkt durch die schnellere Ladezeit in der Regel die Absprungrate.

Bilder optimieren

Neben den Texten sollte Bilder auch Bilder unbedingt optimiert sein. Dazu gehört aussagekräftige Alt-Tags. Dadurch kann Google den Content des Bilder besser verstehen und indexieren.

Auch die Größe der Bilder sollte so klein wie mögliche sein, um auch hier wieder für schneller Ladezeiten zu sorgen. Bilderkomprimierungstools wie tinypng senken die Dateigröße, ohne großartigen Qualitätsverlust. Außerdem sollten Bilder unbedingt in modernen Formaten wie WebP über ein CDN (Content Delivery Network) zur Verfügung gestellt werden.

Für WordPress eignet sich das Plugin für resmush.it. In der Standardeinstellung werden Bilder bis zu 92% kleinere Dateigrößen, ohne dabei Auflösung zu verlieren.

Meta Tags

Die Optimierung von Meta Tags wie Title Tag und Meta Description spielen für das technische SEO eine große Rolle.

Title Tag:
Der Title Tag ist der Titel der Webseite, welcher im Browser angezeigt wird. Der Title Tag sollte zwischen 50 und 60 Zeichen haben und das Fokus-Keyword am Anfang beinhalten.

Meta Description:
Die Meta Description sollte den Inhalt der Webseite innerhalb von 130 und 155 Zeichen zusammenfassen und den Nutzer anregen die Webseite zu besuchen. Die Meta Description taucht in den SERPs unterhalb des Title Tags auf. Ist die Meta Description zu lang, wird sie abgeschnitten, deshalb sollte sie nicht länger als 155 Zeichen sein.

Die Kombination aus Title Tag und Meta Description ergeben den Inhalt in den SERPs. Sie entscheiden, ob ein Nutzer auf die Webseite klickt oder nicht. Ohne eine Optimierung hat man eine miserable Click-Throgh-Rate, wodurch Google ihr Webseite als unrelevant einstuft und das Ranking abfällt.

Textformatierung

Die Relevanz der Textformatierung wird oft unterschätzt. Auf jeder Seite sollte maximal ein H1-Tag vorhanden sein, welcher in der Regel die Überschrift der Seite ist. Weitere Zwischenüberschriften müssen von H2 bis H6 hierarchisch logisch aufgebaut sein. Diese Formatierung sorgt unter anderem auch für ein besseres Leseerlebnis beim Nutzer.

Google Search Console verwenden

Google Search Console ist das wichtigste Webmaster Tool und bietet viele hilfreiche Funktionen. Neben der Indexierung, können hier Sitemaps eingereicht, URL-Prüfungen durchgeführt und Usability-Audits durchgeführt werden. In der Google Search Console findet man freidefinierbare Übersichten zu Klicks, Impressionen, Keyword Rankings und durchschnittliche Rankingpositionen. Auch Search Engine Penalties werden dort angezeigt.

Keine doppelten Inhalte

Doppelte Inhalte, oder auch „Duplicate Content“ wie sie im SEO-Umfeld genannt werden, sind Inhalte die doppelt auf Ihrer Webseite vorkommen. Duplicate Content sorgt dafür, dass die Google oder Bing Crawler die Inhalte nicht richtig indexieren können. Wenn doppelter Content nicht vermieden werden kann, sollte das Orginal mit dem als Canonical getaggt werden.

Canonical URLs prüfen

Kannonische URLs helfen Suchmaschinen, Duplicate Content besser zu verstehen und Seiten mit ähnlichem Inhalt gegeneinander aufzuwiegen. Durch die Vergabe einer kanonischen URL können Sie vermeiden, dass Ihre Seite von Google als „Spam“ eingestuft wird.

Wenn Sie z.B. die folgenden beiden URLs nutzen:

example1.com/index.php?option=com_content&view=article&id=1&Itemid=2

example2.com/index.php?option=com_content&view=article&id=1&Itemid=2

Dann sollten Sie auf jeder Seite einen Canonical Tag mit der URL von example1.com hinzufügen, da Google diese als die „originale“ Version betrachten wird und den anderen (duplizierten) Content nicht indizieren wird.

Checkliste für technisches SEO:

Fazit – Warum heute in technisches SEO investieren?

Die Schlussfolgerung dieses Artikels ist, dass technisches SEO heutzutage für jedes Unternehmen eine Notwendigkeit ist. Das Web hat sich verändert und wird immer komplexer. Google nimmt mehr als 10 Algorithmus-Änderungen pro TAG vor. Also ist es wichtig, in diesen Bereich zu investieren, um auf dem laufenden und wettbewerbsfähig zu bleiben.

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